Pieter de Koe
Violoncello

Biografie

Pieter de Koe ist ein energiegeladener und abenteuerlustiger Cellist mit einer starken Basis in der Kammermusik.Er ist Mitbegründer des vielbeachteten Animato Kwartet und sucht darüber hinaus nach neuen künstlerischen Begegnungen, in denen Klang, Bewegung und Bild einander ergänzen und herausfordern.
Zu seinen jüngsten Projekten gehört Suite B., eine Produktion rund um die Cellosuiten von Benjamin Britten, die Pieter gemeinsam mit dem Tänzer Uri Eugenio entwickelte. Diese Aufführung war unter anderem auf Festivals wie Wonderfeel und Klaterklanken zu sehen. Während des LABs des Heidelberger Frühling Festival stellte Pieter Konzertprogramme zusammen, in denen der Aufführungsort eine aktive Rolle spielte – mit Musik von Komponist:innen wie Sofia Gubaidulina, Johannes Brahms und Alfred Schnittke, aufgeführt an besonderen Orten in und um Heidelberg, in Zusammenarbeit mit Architekt:innen, Arrangeur:innen und Lichtdesigner:innen.
In seinem neuesten Projekt untersucht er, wie Musik eine greifbare Form annehmen kann. Gemeinsam mit der bildenden Künstlerin Olivia Ettema und der Grafikdesignerin Anke Boeren entwickelt er im Rahmen seiner ersten Solo-CD – mit Werken von Claude Debussy und Benjamin Britten – eine Reihe handgedruckter Leporello-Editionen, in denen Bild und Klang physisch aufeinandertreffen.
Als Solist führte Pieter unter anderem die Cellokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach, Joseph Haydn und Johan de Meij auf sowie Werke von Valter Dešpalj. Er war zu Gast bei Festivals wie dem Davos Festival, dem Internationaal Kamermuziekfestival Schiermonnikoog, dem Februari Festival und dem Stift Festival und arbeitete mit Ensembles wie ISH Dance Collective und Hotel Courage zusammen.
Gemeinsam mit dem Animato Kwartet, das er mitbegründete, baute Pieter eine internationale Karriere auf. Das Quartett gilt als eines der vielversprechendsten jungen Streichquartette und gewann unter anderem den Kersjesprijs (2023), den ersten Preis bei der Irene Steels-Wilsing Foundation Competition (2025) sowie Preise bei Wettbewerben in Banff, Trondheim und Weimar. Zudem wurden sie für die Verbier Festival Academy ausgewählt und traten als Solisten mit dem Nederlands Kamerorkest im TivoliVredenburg und im Concertgebouw Amsterdam auf.
Das Quartett war kürzlich beim Koningsdagconcert und beim Prinsengrachtconcert zu hören und spielte auf internationalen Bühnen wie der Philharmonie de Paris, der Philharmonie Luxembourg und dem Gewandhaus Leipzig. Im Jahr 2024 unternahmen sie eine Tournee durch Indonesien mit Konzerten und Workshops in Zusammenarbeit mit dem Erasmushuis Jakarta.
2025 erscheinen zwei neue Aufnahmen: eine CD mit dem Nonett Ever Yours von Osvaldo Golijov sowie das Debütalbum mit Werken von Benjamin Britten und Béla Bartók. Zu den kommenden Projekten gehören Tourneen nach Deutschland, Finnland und Ungarn, Auftritte in der Oslo Quartet Series sowie eine Zusammenarbeit mit dem Quatuor Danel.
Pieter studierte am Koninklijk Conservatorium Den Haag bei Jan Ype Nota und Michel Strauss und setzte seine Ausbildung an der Hochschule für Musik Freiburg bei Jean-Guihen Queyras fort. Zuvor studierte er in der Jong-Talent-Abteilung des Conservatorium van Amsterdam bei Monique Bartels. Seine Vertiefung in der Kammermusik fand an der Nederlandse Strijkkwartet Academie und der European Chamber Music Academy statt, unter Mentoren wie Eberhard Feltz, Marc Danel und Hatto Beyerle.
Pieter wurde in seiner Arbeit unter anderem vom Prins Bernhard Cultuurfonds, der Stichting Stringendo, dem Norma Fonds und der Stichting Eigen Muziekinstrumentenfonds unterstützt. Er spielt ein besonderes Amsterdamer Cello von Pieter Rombouts aus dem Jahr 1710, das ihm durch die Stichting Eigen Muziekinstrumentenfonds zur Verfügung gestellt wird.

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