Biografie
Geboren in der Tschechischen Republik, ist Jakub Hruša Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, Musikdirektor des Royal Opera House, Covent Garden, sowie designierter Chefdirigent und Musikdirektor der Tschechischen Philharmonie (ab 2028). Er wurde von Musical America zum Conductor of the Year 2026 ernannt und ist Artist of the Year 2026 der International Classical Music Awards (ICMA).
Er arbeitet regelmäßig mit den bedeutendsten Orchestern der Welt zusammen, darunter die Wiener Philharmoniker, Berliner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Münchner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Staatskapelle Dresden, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Lucerne Festival Orchestra, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Orchestre de Paris, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das NHK Symphony Orchestra sowie das Mahler Chamber Orchestra – und in den USA mit The Cleveland Orchestra, den New York Philharmonic und dem Boston Symphony Orchestra.
Opernproduktionen leitete er unter anderem an der Lyric Opera of Chicago (Jenufa), bei den Salzburger Festspielen (Kát’a Kabanová mit den Wiener Philharmonikern), an der Wiener Staatsoper (Die Sache Makropulos), am Royal Opera House, Covent Garden (Jenufa, Carmen und Lohengrin), an der Opéra National de Paris (Rusalka) sowie an der Oper Zürich (Die Sache Makropulos). Zudem ist er regelmäßiger Gast beim Glyndebourne Festival, wo er Vanessa, Das schlaue Füchslein, Ein Sommernachtstraum, Carmen, The Turn of the Screw, Don Giovanni und La bohème dirigierte. Drei Jahre lang war er außerdem Music Director von Glyndebourne On Tour.
Zu den führenden Solistinnen und Solisten, mit denen er zusammenarbeitet, zählen unter anderem Behzod Abduraimov, Piotr Anderszewski, Leif Ove Andsnes, Emanuel Ax, Lisa Batiashvili, Joshua Bell, Renaud Capuçon, Gautier Capuçon, Isabelle Faust, Julia Fischer, Sol Gabetta, Christian Gerhaher, Kirill Gerstein, Karen Gomyo, Hélène Grimaud, Augustin Hadelich, Hilary Hahn, Alina Ibragimova, Steven Isserlis, Janine Jansen, Sheku Kanneh-Mason, Leonidas Kavakos, Evgeny Kissin, Patricia Kopatchinskaja, Lang Lang, Igor Levit, Albrecht Mayer, Anne-Sophie Mutter, Emmanuel Pahud, Beatrice Rana, Josef Špacek, Nikolaj Szeps-Znaider, Antoine Tamestit, Jean-Yves Thibaudet, Daniil Trifonov, Mitsuko Uchida, Lukáš Vondrácek, Yuja Wang, Alisa Weilerstein und Frank Peter Zimmermann.
Als Aufnahmekünstler wurde er mit zahlreichen Preisen und Nominierungen ausgezeichnet. Bei den Gramophone Awards 2024 gewann er gleich zweimal – für seine Einspielung von Brittens Violinkonzert mit Isabelle Faust und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, sowie für Kát’a Kabanová mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen. Mit den Bamberger Symphonikern erhielt er den ICMA-Preis für Symphonische Musik sowohl 2022 als auch 2023 für seine Aufnahmen von Rott: Symphonie Nr. 1 und Bruckner: Symphonie Nr. 4. Für seine Einspielung von Mahlers Symphonie Nr. 4 erhielt er den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Seine Aufnahme der Violinkonzerte von Martinu und Bartók mit Frank Peter Zimmermann wurde 2021 für den BBC Music Magazine Award sowie den Gramophone Award nominiert, während seine Aufnahme des Dvorák-Violinkonzerts mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Augustin Hadelich für einen Grammy® Award nominiert wurde. Seine Einspielungen der Klavierkonzerte von Dvorák und Martinu mit Ivo Kahánek und den Bamberger Symphonikern sowie die Aufnahme von Vanessa aus Glyndebourne wurden 2020 mit BBC Music Magazine Awards ausgezeichnet.
Hruša ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Im Jahr 2025 erhielt er vom Präsidenten der Tschechischen Republik die Verdienstmedaille im Bereich Kunst, und 2024 wurde ihm die Silbermedaille des Präsidenten des Tschechischen Senats, dessen höchste Auszeichnung, verliehen. Er war außerdem der erste Preisträger des Sir Charles Mackerras Prize und wurde zudem mit dem Bayerischen Verdienstorden, dem Bayerischen Kulturpreis, dem Antonín-Dvorák-Preis der Tschechischen Akademie für Klassische Musik sowie – gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern – mit dem Bayerischen Staatspreis für Musik ausgezeichnet.